Ausgabe 04/2019

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Apps auf Rezept ab 2020

Ab dem nächsten Jahr sollen Ärzte auch medizinische Apps verschreiben können. Das und z. B. auch eine einfache Nutzung von Videosprechstunden hat das Bundesministerium für Gesundheit mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz – DVG für 2020 auf den Weg gebracht. Ziel ist es, die Versorgung durch digitale und innovative Angebote, Services und Therapien zu verbessern.

Gesundheits-Apps gibt es schon eine ganze Menge. Einige helfen, die Blutzuckerwerte festzuhalten, die Medikamente richtig einzunehmen oder Herz-Kreislauf-Risiken zu erkennen. Bisher haben Nutzer die Apps meist selbst bezahlt. Zukünftig kann der Arzt Gesundheits-Apps auch verschreiben. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Prüfung der Apps durch das BfArM
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Damit Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Datenschutz bei den Apps gewährleistet sind, prüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Gesundheits-Apps. Kommt das Institut zu einer positiven Bewertung, dürfen Ärzte die App verschreiben und Kassen diese erstatten.

Die Prüfung und Freigabe der Apps durch das BfArM wird etwas Zeit in Anspruch nehmen. Wir rechnen damit, dass ab dem 3. Quartal die App-Anbieter mit den Krankenkassen abrechnen können. Eine Direkterstattung einer App-Nutzung an den Kunden ist vom Gesetzgeber nicht gewollt und kann von den Krankenkassen nicht vorgenommen werden.
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Schon jetzt übernimmt die BIG bestimmte Apps
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Die BIG erstattet seit einigen Jahren bereits eigene Apps in bestimmten Anwendungsbereichen oder bietet diese selbst an. So erhalten unsere Versicher-ten beispielsweise das Online-Beckenbodentraining Pelvina ohne Zuzahlung oder das Online-Selbsthilfeprogramm Selfapy bei psychischen Belastungen.

Diese und einige andere digitale Lösungen bietet die BIG im Rahmen gesonderter Verträge mit den Herstellern der Apps sowie Ärzten und Therapeuten an.

Auch künftig wird es solche digitalen Angebote geben, die exklusiv BIG-Versicherten vorbehalten sein werden.

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